Dickerischer Maat

 

"... als wir noch jung waren, hatten in Limburg die Geschäfte zu, wenn in Dietkirchen Markt war ...", so die Erinnerung von älteren Limburgern an den Markt, der ihnen selbst als die Limburger Kirmes galt.

Aus noch älteren Quellen ist bekannt, dass sich der Schöffe Friedrich Köth von Wahnscheid am 23.Oktober 1653 darüber beklagt, dass "... allen undt yeden Jahres uff Dükkircher Marktags einen ymbs, oder mahlzeit Zugeben, welches von 400 Jahren hero also obseruirt und Continuirt worden, aber yetzo eine Zeitlang eingesteldt ...".

Doch auch dieser Beleg ist immer noch nicht der älteste Nachweis zum Dietkricher Markt. Es wird davon ausgegangen, dass die Anfänge bis ins Hochmittelalter zurückreichen und mit dem fest des Patrones Lubentius eng verbunden sind.

Lange Jahre trauerten die Dietkircher über den Niedergang ihres traditionsreichen Festes, dem die Limburger Nachbarn mit der Einrichtung des "Luna-Park" in der Zeit nach der Machtergreifung Hitlers, sowie dem in den Nachkriegsjahren daraus entwickelten "Oktoberfest" den Garaus gemacht haben. Selbst Eingaben der Dietkircher Bürgermeister der Nachkriegsjahre und der 50er Jahre Friedrich Anton bzw. Willi Schuy hatten nicht den gewünschten Erfolg.

Seit 1991 gibt es allerdings nun wieder, auf Initiative des damaligen Ortsvorstehers Kurt van der Burg und der Zusammenarbeit aller Vereine, eine Neuauflage des Marktes.
Dieser findet als historisch orientierter Markt alle 3 Jahre seine Neuauflage.

Mitglieder aller Dorfvereine, Freundesgruppierungen und Einzelpersonen tragen gemeinsam zum Erfolg dieses, sehr schnell in der ganzen Region bekannt und beliebt gewordenen Festes bei. Dies bedeutet immerhin ungefähr 400 Mitwirkende am Markttag selbst. In selbstgenähten alten Gewändern und Kleidern wird versucht, das Originalflair des ursprünglichen Marktes nachzuempfinden.

In den über nebenstehende Links zu erreichenden Seiten soll ein Eindruck über dieses Fest gegeben werden. Dem Leser sei viel Spass gewünscht beim Stöbern und Lesen, das hoffentlich Appetit macht auf einen Besuch beim nächsten "Dickerischer Maat".