Zeittafel
Kriegsgefangenenlager – Kriegsgräberstätte

 

Ende Dezember 1914

3 000 Gefangene sind im Lager,
20 – 50 Gefangene leben in einer Baracke.

23. Dezember 1914

Der 1. Lagertote, ein Ire, wird mit militärischen Ehren begraben.

Mai 1915

12 000 Gefangene leben im Lager.

Mitte Juli 1915

54 Tote sind auf dem Friedhof bestattet.

August 1916

Der Friedhof wird als Soldatenfriedhof ausgebaut, bis Anfang August sind 141 Tote bestattet worden.

Dezember 1916

Auflösung des Gefangenenlagers,
die ca. 3 000 Gefangenen werden auf andere Lager verteilt.

Mitte Februar 1917

Neubelegung des Lagers mit Gefangenen

25. Mai 1917

Das "Irische Hochkreuz" wird errichtet.

03. August 1918

Ein französisches Denkmal wird errichtet.
Auf dem Friedhof sind beigesetzt:
334 Russen, 123 Franzosen, 59 Italiener,
47 Engländer, 45 Iren, 7 Serben, 1 Belgier, 1 Rumäne.

12. August 1919 – 20. März 1920

Das Lager wird Entlassungsdienststelle u. Durchgangslager für deutsche Soldaten.
34 997 deutsche Soldaten werden von hier aus in ihre Heimat entlassen.

1. August 1920

Auflösung der Lager Abwicklungsstelle.
Die Erbauung des Lagers hat einen Kostenaufwand von rund zwei Millionen Mark erfordert.
Der Verkauf des Lagers dürfte die doppelte Summe erbracht haben.

1923

Die gefallenen Franzosen, Iren, Italiener, Engländer  und Belgier werden exhumiert und verlegt.
Die Russen verbleiben auf dem Friedhof.

1942 – 1945

247 russische Soldaten werden auf dem Friedhof beigesetzt.

21. Oktober 1954

3 russische Soldaten, die aus einem Feldgrab in der Nähe von Limburg exhumiert wurden, werden hier beigesetzt.

1959

Das defekte französische Denkmal wird abgerissen, das russische neu gesetzt.

Anfang der 60er Jahre

Der Friedhof wird verschönert.

1972

Der Friedhof wird erneut verschönert. Bald jedoch wird er verwüstet.

1984

Soldaten des Nachschubkommando 3, Diez, verschönern den Friedhof.

03. November 1984

Orthodoxe Gedenkandacht auf dem Friedhof

April 1990

Der Friedhof wird erneut verwüstet.

12. Juni und 13. Juni 1998

Der Friedhof wird durch die Reservistenkameradschaft Limburg erneut verschönert.

21. August 1998

Orthodoxe Gedenkandacht auf dem Friedhof

9. März 2004

Initiierung eines Dietkircher Arbeitskreises zur Durchführung eines Irish Folk Festivals, dessen Reinerlös zur Verwendung der Restaurierung des Kreuzes verwendet werden soll.

09. Juli - 10. Juli 2004

1. Celtic Cross Folk Festival zur Rettung des Irischen Hochkreuzes
Open Air Veranstaltung mit 11 Bands bzw. Interpreten, die alle ohne Gage auf dieser Benefizveranstaltung auftraten.

 

 

Quellen:

1)      Geschichte des russischen Soldatenfriedhofes aus dem 1. Weltkrieg in Dietkirchen
Autor: Oberstabsfeldwebel a.D. Franz Prox

2)      Schulchronik der Volksschule Dietkirchen Band II (1902-1969)